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Mietvertrag: Was ist zulässig, was nicht?

Eine neue Wohnung ist gefunden, die Formalitäten sind geklärt, nun geht es an den Mietvertrag. Gerade hier finden sich unzählige Möglichkeiten und Varianten. Außerdem gibt es viele individuelle Absprachen, die oft von Hand eingetragen werden.

Bei einigen Dingen gilt es gerade beim Mietvertrag vorsichtig zu sein und sich genau durchzulesen, was gemeint ist. Gerade wenn es Verständnisprobleme gibt, sollte ein Fachmann zurate gezogen werden. Denn einmal unterschrieben sind Änderungen nur noch schwer zu machen. Vor der Unterschrift kann vieles noch angeglichen werden. Vermieter sind in der Regel keine perfekten Menschen und können ebenfalls Fehler machen.

Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, vor allem im Hinblick auf das spätere Verfahren mit einer Kündigung oder der Renovierung. Was ist denn eigentlich zulässig und wo gilt es, besonders achtzugeben?

Worauf beim Mietvertrag besonders achten?

Bei Abschluss eines Mietverhältnisses sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, was genau wie im Mietvertrag geregelt ist, denn genau das kommt zum Tragen spätestens, wenn es um eine Mieterhöhung oder eine Kündigung geht. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen. Aber was gehört in den Mietvertrag und worauf sollte geachtet werden.

  • Die Adresse des Vermieters

Wichtig, denn genau das ist die Adresse, an die Sie sich bei Problemen oder anderen Angelegenheiten wenden können.

  • Die Größe der Wohnung

Hier gilt Vorsicht, denn nur eine richtige Angabe sollte toleriert werden. Diese liegt dem Mietpreis zugrunde. Reine Nutzflächen wie zum Beispiel der Keller oder eine Bühne müssen auch genau so bezeichnet werden. Außerdem gelten Bereiche der Wohnung die weniger als 2 Meter Höhe aufweisen können nicht als Wohnraum und dürfen nicht eingerechnet werden.

  • Wie die Wohnung genutzt werden darf

Nicht nur die gewerbliche Nutzung, sondern auch eine eventuelle Untervermietung gehören in diesen Bereich und sollten am besten vertraglich gleich festgelegt werden. Auch das Halten von Haustieren wie Hunden oder Katzen sollten hier festgehalten werden. Kleinere Tiere wie Hamster oder Ähnliche müssen nicht speziell angemeldet werden. Auch die Gestaltung der Wohnung mithilfe von kleineren baulichen Veränderungen sollte genau festgehalten werden. Welche dürfen ohne Genehmigung erfolgen und müssen diese beim Auszug wieder zurückgebaut werden? All das sollte genau festgehalten werden.

  • Die Dauer der Miete und die Kündigungsbedingungen

Wichtig zu wissen ist hier, ein Mietvertrag ist in der Regel immer unbefristet. Allerdings gibt es triftige Gründe für eine Befristung, diese kann zum Beispiel ein Eigenbedarf sein. Nur in solchen Fällen kann eine Befristung erfolgen. Aber auch die Kündigungsfrist muss festgehalten werden. Hier ist wichtig zu wissen, dass diese gesetzlich geregelt ist und in der Regel über 3 Monate geht. Nur in sogenannten Staffelmietverträgen kann eine längere Kündigungsfrist angegeben werden.

  • Miete und Erhöhungen

Die Höhe der Miete sollte unbedingt mit den üblichen Mieten in der Region dem Ort verglichen werden. Auch die Mieterhöhungen sollten überprüft werden, denn diese dürfen innerhalb von 3 Jahren maximal 20% betragen. Hier sollte genau geschaut werden. Außerdem darf die Miete auch in den 3 Jahren nicht die übliche Ortsmiete überschreiten.

  • Alles zu den Nebenkosten

Es ist wichtig zu prüfen, welche Kosten in den Nebenkosten enthalten sind. Fallen zusätzliche Kosten an und vor allem sind die Nebenkosten hoch genug angesetzt, denn nur so vermeiden Sie hohe Nachzahlungen, die dann überraschend kommen können.

Achten Sie darauf, was alles hineingerechnet ist und vor allem darauf, dass keine versteckten Kosten mehr auf Sie zukommen. Wichtig ist auch, dass nur Nebenkosten gezahlt werden müssen, die auch im Vertrag festgehalten sind.

  • Schönheitsreparaturen und kleine Reparaturen

Generell müssen die Kosten für Reparaturen vom Vermieter übernommen werden. Vertraglich kann allerdings festgelegt werden, dass Schönheitsreparaturen und auch kleinere Reparaturen vom Mieter übernommen werden. Dabei gilt darauf zu achten, dass es hier regional unterschiedliche Höchstkosten geregelt sind. Übersteigen die Kosten, müssen die Kosten vom Vermieter übernommen werden.

Was ist zulässig für einen Mietvertrag und was nicht?

Der Mietvertrag regelt im besten Fall alles, was während einer Miete anfallen kann. Dabei gibt es aber auch Klauseln, die gerne verwendet werden, aber gesetzlich nicht zulässig sind. Auch hier lohnt es sich, genauer hinzusehen.

In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, Klauseln, die nicht zulässig sind, nicht anzusprechen, denn der Stress ist es nicht wert. Tritt dann doch ein Streitfall auf, können Sie sich als Mieter darauf berufen, dass diese Klausel nicht zulässig ist.

Der Fachmann für den Mietvertrag, wo findet man schnelle Hilfe?

Wann immer es Unklarheiten gibt, kann es sich lohnen auch einen Fachmann über den Mietvertrag schauen zu lassen. Ein eigener Anwalt ist immer eine gute Wahl, günstiger geht es aber auch bei den örtlichen Mieterschutzbünden.